| |
» Der Unterricht:
Hier wird Taiji unterrichtet - der Kampfkunstaspekt des Taijiquan tritt hier in den Hintergrund, daher wird die verkürzte Bezeichnung Taiji bewusst verwendet.
(Quán bedeutet "Faust", im Zusammenhang mit Kampftechniken wird es benutzt, wenn mit leerer Hand, also ohne Waffen gekämpft wird.)
Taiji ist ein allgemeines System der Bewegungslehre nach den Prinzipien von Yin und Yang.
Taiji ist der Gesundheit sehr förderlich sowie der Persönlichkeitsentwicklung und der Meditation.
Tàijí oder Tai Chi bezeichnet das höchste Prinzip des Kosmos. Der Terminus findet sowohl im Daoismus (chinesische Philosophie, 4. Jahrhundert v. Chr.) als auch im Konfuzianismus Verwendung. (In der Tradition des Konfuzius, 551 v. Chr. In dieser Zeit soll Konfuzius auch Laozi getroffen haben, einen weiteren bedeutenden Philosophen des alten China, der als Begründer des Daoismus gilt.)
Neben Konfuzianismus und Buddhismus („Buddha“ wörtlich „Erwachter“, 563 v. Chr.) ist der Daoismus eine der "Drei Lehren", die China maßgeblich prägten.
Einswerden mit der Harmonie des Tàijí bzw. Tai Chi.
Als Formübung (jap. Kata) ist es der bewegungsmeditative Ansatz den wir verfolgen, mit dem Ziel, diese Harmonie zu erreichen.
Einzel- und Gruppenunterricht möglich.
[nach oben]
» Unterschied: Taijiquan «» Qigong
- Taijiquan in seiner heutigen Form ist jünger, komplexer und hat sich aus der Kampfkunst entwickelt.
- Qi Gong ist älter, einfacher und kommt aus der chinesischen Heilkunde;
[nach oben]
» Taiji / Tai Chi:
1. Ebene:
Am Anfang steht das große Eine, das Taiji.
(Wobei Tai => soviel bedeutet wie: größer, höchste. Die Polaritäts-Energie yang oder yin entwickelt sich und erreicht ihr Aktivitätsmaximum in den taiyang- und taiyin Leiterbahnen. Hier wird das Maximum der jeweiligen Polarität erreicht und fängt an, wieder abzufallen)
2. Ebene:
Auf dieser Ebene der Gestaltlosigkeit, des "non-form", beginnt das große Eine sich zu separieren.
3. Ebene:
Es teilt sich in zwei Teile, in yin und yang. (dualistische Prinzipien)
4. Ebene:
Auf der 4. Ebene teilen sich yin und yang zweimal (zwei Zweige):
- Ein Zweig beschreitet auf der 4. Ebene die Dreiteilung des Körpers in die 3 jiao (san jiao) sowie in die mit ihnen verbundenen qi-Formen. In weiteren Teilungen entstehen die 6 großen Leitbahnen (liu jing = 6 große Meridianpaare bzw. Verbindungsstelle: LuDi, MaMi, HeDü, HarNi, Pe3fE, GbLe),
die 5 Wandlungsphasen und ihr Ursprung sowie nachfolgend die 12 Hauptleitbahnen (jing zheng = Lu,Di,Ma,Mi,He,Dü,Harnbl,Ni,Pe,3fE,Gb,Le-Meridiane, Aufschlüsselung von liu jing).
- Durch den anderen Zweig auf der 4. Ebene entsteht die vier Körperareale (links/rechts/oben/unten) sowie nachfolgend die 8 außerordentliche Gefäße (Lenker,Diener,Gürtel,Knotenpunt,Fersen-Yang+Yin-Gefäß,Yang+Yin-Bindegefäß)
[nach oben]
» Enstehung aus dem Taiqi:
Die Manifestation eines Lebens kann sich nicht ohne eine Struktur im Körper entwickeln, die das qi und dessen Prozesse rhythmisch in Balance und in Bewegung hält. Im Nanjang wird das Konzept eines energetischen Zentrums im Körper postuliert, das zwischen den Nieren schlägt. Diese "moving qi" wird oft in Bezug zum mingmen und qihai dantian gesetzt und unterliegt den Einflüssen des kosmischen. (mingmen=Tor des Lebens, Meridianlinie Du4, Ort: Höhe des Dorfansatz des 2.LWK über Beckenkamm am Rücken) (qihai dantian=RenMai6, laut TCM etwa 5 Daumenbreite unterhalb des Bauchnabels, in Japan etwas höher gelegen) Qihai dantien und mingmeng liegen sich gegenüber, also Vorder- (Diener Meridian) und Rückseite (Lenker Meridian) des Körpers. Nach Matsumoto & Birch (1986) ist das "moving qi" zwischen den Nieren, das Taiji des Körpers, das große Eine, von dem yin und yang letztlich abstammen. Es gilt als die Wurzel und der Ursprung aller körperlichen Systeme und Strukturen.
Der chong mai (Knotenpunktgefäß) als ältestes Gefäß wird manchmal mit dem "moving qi" gleichgesetzt. Ren (Diener Gefäß) und du mai (Lenker Gefäß) sind die fundamentalen Teilungen des yin und yang im Körper und stammen als yin-yang-Zweig von der Quelle des "moving qi" bzw. des chong mai ab.
Wie Himmel und Erde Tag und Nacht haben, hat der Körper ren und du mai als seine polaren Axen. Obwohl du, ren und chong mai unterschiedlichen Namen haben, bedeuten und sind sie letztlich aber alle dasselbe. Der chong mai sichert so die Untrennbarkeit bzw. Einheit von ren und du mai - von yin und yang. Bei dem Versuch yin und yang zu trennen, müssen wir erkennen, dass sie ein "unzertrennliches Ganzes, eine Einheit" sind.
[nach oben]
» qi:
wunderbar, außergwöhnlich, fremdartig, nicht gepaart, extra, außerordentlich
[nach oben]
» jing:
Leitbahnen (Meridiane)
[nach oben]
» mai:
Gefäß
[nach oben]
» Ursprung / Quelle von qi:
"moving qi" wird oft in Bezug zum mingmen und qihai dantian gesetzt. (mingmen=Tor des Lebens, Meridianlinie Du4, Ort: Höhe des Dorfansatz des 2.LWK über Beckenkamm am Rücken) (qihai dantian=RenMai6, laut TCM etwa 5 Daumenbreite unterhalb des Bauchnabels, in Japan etwas höher gelegen) Qihai dantien und mingmeng liegen sich gegeüber, also Vorder- (Diener Meridian) und Rückseite (Lenker Meridian) des Körpers. Nach Matsumoto & Birch (1986) ist das "moving qi" zwischen den Nieren, das Taiji des Körpers. Beide Stellen liegen auf ren (Diener Gefäß) und du mai (Lenker Gefäß). Sie sind die fundamentalen Teilungen des yin und yang im Körper und stammen als yin-yang-Zweig von der Quelle des "moving qi" bzw. des chong mai ab.
Woraus beziehen wir Qi?
- Qi aus Nahrung und Wasser
- Qi aus der Luft
- Qi aus genetischen Anlagen
[nach oben]
» Grundprinzipien:
- Halte den Kopf aufrecht, um deinen Geist zu entfalten
- Lockere die Ellenbogen, damit die Schultern sinken
- Brust und Rücken sollen entspannt sein
- Lockere deine Taille
- Verteile das Gewicht richtig (Fülle / Leere)
- Bringe Ober- und Unterkörper in Einklang
- Deine Bewegungen sollen fließen
- Verbinde den Geist mit dem Körper
- Gebrauche Yi (Intention, Absicht), nicht rohe Kraft (Muskelkraft)
- Suche die Ruhe in der Bewegung und die Bewegung in der Ruhe
[nach oben]
» Grundlage von Taiji:
Die Grundlage von Taiji sowie die der Traditionellen Chinesischen Medizin bildet das Philosophie -und Religionsystem Daoismus
Weltweit etwa 60 Mio. Anhängern und hat ihren Ursprung in China.
Neben dem Konfuzianismus die bedeutendste Strömung der chinesischen Philosophie. Sie geht im Wesentlichen zurück auf Texte, die zwei legendäre Meister verfasst haben sollen: Zhuangzi (um 350 v. Chr.) und Laozi, dessen Lehren frühestens im 4. Jahrhundert v. Chr. zusammengestellt worden sind. Der Daoismus – auch: Taoismus – blieb sowohl als Philosophie, wie als eigenständige religiöse Bewegung oder als Bestandteil der Volksreligion in China überaus lebendig.
Im Gegensatz zum Konfuzianismus, der eine hierarchische Ordnung der Welt durch den Menschen vorsieht, gehen Daoisten von der natürlichen Gleichwertigkeit und Einheit aller Dinge aus, zu denen auch die Menschen gehören. Dao, der "Weg", der "Pfad", ist das oberste kosmische Prinzip, das alle Dinge erzeugt und erhält. Alles beginnt mit ihm, und alles kehrt wieder zu ihm zurück im unendlichen Zusammenspiel sich ausgleichender Gegensätze – so von yin, dem Schattigen oder auch Passiv-Weiblichen, und yang, dem Sonnigen oder auch Aktiv-Männlichen. Das Buch Laozi empfiehlt, aus dem Rhythmus der kosmischen Bewegung Kraft zu schöpfen und "nichts zu tun" (wu wei), was ihr zuwiderläuft. In diesem Sinne solle ein Herrscher allein durch seine natürliche Tugendkraft regieren – so behutsam "wie beim Kochen zarter Fischlein".
Manche Kaiser begünstigten den Daoismus, holten sich Unsterblichkeitsberater an den Hof oder erließen daoistischen Klöstern die Steuern. Im Jahre 1016 schenkte Kaiser Zhenzong dem „Himmelsmeister" ein Gebiet am Drachen-und-Tiger-Berg (Longhushan) in der heutigen Provinz Jiangxi, und dort residierte der „Daoisten-Papst" bis zu seiner Vertreibung durch die Kommunisten im 20. Jahrhundert.
Auszug von Arte TV. Mehr darüber siehe Arte TV
VideoClips zum Daoismus
[nach oben]
» Begründer / Historie:
Wangting (1597; † 1664)
war ein hochangesehener General unter der Ming-Dynastie. Als diese 1644 gestürzt wurde, war er gewissermaßen arbeitslos und zog sich in sein Dorf zurück. Durch den Verlust seiner Ehrungen und seines Status erkannte er die Wertlosigkeit weltlichen Ruhmes und wandte sich der daoistischen Philosophie zu. So praktizierte er die Daoyin- und Tuna-Übungen und beschäftigte sich mit einem Klassiker der Alchemie, dem Huang Ting Jing. Diese Erkenntnisse kombinierte er mit den Kampfkünsten seiner Zeit, die er so viele Jahre auf dem Schlachtfeld erprobt hatte. Wahrscheinlich begründete er Taijiquan im 16. Jahrhundert.
Ob er tatsächlich der Begründer des Taijiquan ist, wird nach wie vor von einigen Seiten angezweifelt. Im Westen wurde das Taijiquan in der Mitte des 20. Jahrhunderts bekannt. Qigong ist demnach wesentlich älter als Taijiquan. Schenkt man Texten wie dem Daodejing Glauben, so ist Qigong ca. 2500 Jahre alt. Der Mensch versuchte seinerzeit durch Qigong Unsterblichkeit zu erlangen.
[nach oben]
|